Ducati ergänzt die Multistrada Baureihe ab 2021 um ein V4-Modell mit rund 190 PS und einem innovativen Sicherheitspaket.

Die Testfahrten rund um das Werk im Bologneser Stadtteil Borgo Panigale dauern schon eineinhalb Jahre an, 2020 soll die Multistrada V4 endlich kommen. Ein zuletzt erwischter Erlkönig zeigt, dass durch den schmal bauenden Vierzylindermotor die schlanke Silhouette der Zweizylinder-Bikes erhalten bleibt. Auch sonst sieht der Prototyp der aktuellen V2-Multistrada sehr ähnlich, welche Design-Updates Ducati der V4-Variante noch verpasst, bleibt abzuwarten.

Sicherheitspaket ARAS und Kurven ABS

Am Prototyp der V4 Multistrada sind Radarsensoren vorne und hinten zu erkennen, die zum neuen Sicherheitspaket gehören sollen. Vorne wird vor zu dichtem Auffahren gewarnt und hinten vor Fahrzeugen, die im toten Winkel fahren oder schnell heranrauschen. Das Sicherheitspaket trägt den Namen ARAS, was für Advanced Rider Assistance System steht. Desweiteren ist zu erwarten das Ducati ab 2020 auch ein Kurven ABS anbieten wird welches für die komplette Modellpalette erhältlich sein soll.

Aktuell ist die Multistrada nur mit dem dicken V2-Triebwerk erhältlich.

Aufgrund der eindeutigen Konkurrenz aus Österreich mit den KTM-Topmodellen, ist zu erwarten dass die italienische V4-Version KTM Super Duke GT in Sachen Leistung übertrumpfen wird. 185 bis 190 PS sind durchaus im Bereich des Möglichen.

Preis noch nicht bekannt

Ein Preis für die Multistrada V4 ist ebenso wie ein offizielles Datum für den Verkaufsstart noch nicht bekannt, allerdings ist klar, dass sie die Modellschwestern mit Zweizylinder-Triebwerk nicht ablösen, sondern die Modellpalette – auch preislich – nach oben ausbauen wird. Die aktuelle Multistrada 1260 ist ab 16.990 Euro zu haben, das aktuelle Topmodell „Pikes Peak“ hingegen ab 24.390 Euro. Gut möglich, dass bei der V4 also mindestens 20.000 Euro fällig sein werden.